Prinzipiell braucht es fürs Geocaching nicht mehr als ein GPS-fähiges Gerät, einen Stift, vielleicht eine Taschenlampe und viel „Gehirnschmalz“. Aber: Mit etwas mehr Ausrüstung kannst du den Spaß auf ein ganz anderes Level heben.

1. Tarnmaterialien

Wie man einen Cache versteckt, haben wir in einem Artikel bereits erklärt. Doch auch wenn es schon knifflig genug sein kann, überhaupt die Location zu finden, so wird der Such-Spaß doch noch größer, wenn der Cache selbst geschickt getarnt ist – eine knallrote Dose in einem Astloch muss man nicht lange suchen, die sieht man schon aus vielen Metern.

Das bringt uns zu Tarnmaterialien. Dingen, durch die der Cache ziemlich unsichtbar wird. Oberste Regel:

Cache-Tarnung funktioniert nur, wenn sie in Form und Farbe
perfekt mit der unmittelbaren Umgebung verschwimmt.

Es bringt beispielsweise gar nichts, einen grüngetarnten Cache an einer stahlgrauen Leitplanken-Rückseite zu befestigen.

Doch was hilft dir beim Cache-Tarnen? Vor allem, sich in die Grundlagen des Tarnens einzulesen. Dazu Equipment:

  • Mit Tarndruck versehenes Tape – sowohl als Klebeband wie als selbsthaftendes Elastikband.
  • Sprüh- und sonstige Farben. Hier kannst du dich für die kleinen Mengen, die man für Caches benötigt, im Modellbau-Fachhandel umsehen, das spart Geld. Habe möglichst viele Farben in diversen Grün-, Grau- und Brauntönen.
  • Stoffstücke aus alten Militäruniformen – eine gebrauchte Armee-Tarnjacke für wenige Euro liefert Material für viele Caches.
  • Dreidimensionales Tarnmaterial, beispielsweise Stücke aus Tarnnetzen – funktioniert besonders gut in Kombination mit den anderen Tarnmöglichkeiten.
  • Langlebige Naturmaterialien – etwa Baumrinde.
  • Künstliche Naturmaterialien. Etwa Schlüsselversteck-„Steine“ aus Kunststoff.

Neben dem Modellbau-Fachhandel findest du solche Dinge im Jagdbedarf und bei Militär/Outdoor-Ausrüstern.

Wichtig ist vor allem, dass du Tarnung spontan und ortsabhängig applizierst. Präpariere einen Cache also nicht zuhause, sondern nimm alle Materialien mit zum Versteck. Schaue dir dort genau an, wie die unmittelbare Umgebung aussieht und tarne ganz individuell. Aber: Auch wenn Blätter, Äste und Gräser, also abgeschnittene „Lebendtarnung“, zunächst genial verbergen, musst du langfristiger denken. Nach wenigen Tagen sind sie verwelkt und stechen hervor.

2. Cache-Cards

Wie oft hast du schon eine Cache-Box geöffnet und festgestellt, dass der Logstreifen vollgeschrieben ist? Und dann? Auf die Rückseite schreiben – falls noch Platz ist.

Viele Caches sind beliebt. Aber sie werden oftmals nicht so gepflegt, wie es deshalb nötig wäre. Daher gibt es eine steigende Zahl von Verfechtern sogenannter Cache-Cards – Geocacher-Sammler- und Visitenkarten. Schön personalisiert, passt in viele Cache-Boxen und sieht besser aus als ein handschriftlicher Eintrag.

Doch woher und was nehmen? Ganz einfach: Normale Visitenkarten – allerdings davon eine etwas speziellere Variante, die aus Kunststoff. Die bleibt auch dann noch beständig, falls die Cache-Box mal einen Wassereinbruch erleben sollte. Bitte besorge genügend Stücke, du solltest nämlich in jeden Cache zwei, drei stecken – dann können andere eine mitnehmen und gegen ihre eigene austauschen.

Wichtig:

  1. Wenn du einen Cache findest, in dem von einer Person nur noch eine Cache-Card steckt, lass diese bitte drin, falls der Finder nicht zusätzlich einen Log-Eintrag hinterlassen hat.
  2. Cache-Cards funktionieren nur durch Tauschen. Nimm also nur Karten mit, wenn du eigene hinterlässt.

Natürlich solltest du darauf nicht zu viel von dir preisgeben. Bedenke immer, dass Caches öffentlich sind. Baue also keine Informationen ein, die du nicht einem Fremden verraten würdest.

3. Cache-Angel

Nicht alle Caches sind so angebracht, dass man sie im Stehen oder durch Bücken und Verrenken erreichen kann. Im Gegenteil, viele Cache-Owner platzieren die Box auch in luftigen Höhen. Die sogenannten Biltema-Caches. Wie daran gelangen? Nein, bitte nicht durch halsbrecherische Kletter-Aktionen.

Sollte durch die Beschreibung des Caches schon abzusehen sein, dass man nicht auf normale Weise herankommt, nimmt der schlauer Geocacher eine Angel mit – allerdings keine, mit der man Fische aus dem Wasser holt. Die ist zu sperrig, um sich damit durchs Unterholz zu bewegen.

Was du brauchst, ist etwas, das sich klein zusammenfalten lässt, sodass man es umhängen oder am Rucksack anbringen kann. Als Ausgangsmaterial eignet sich folgendes:

  • Malerrollen-Teleskopstangen,
  • Sehr lange Selfie-Sticks und
  • Biegsame Stangen von Iglu-Zelten (können mitunter fünf und mehr Meter lang sein).

Vor allem letzteres ist klasse. Die Stangen sind leicht und lassen sich, weil sie innen mit Gummischnur verbunden sind, sehr flexibel aneinanderreihen.

Tipp: Dafür benötigst du kein ganzes Zelt. Frag im Outdoor-Fachhandel nach Ersatzstangen und nimm einfach die längste, die verfügbar ist.

Dann muss an dieser Stange bloß noch ein Haken befestigt werden. Das geht schon ganz niedrigschwellig durch ein Y-förmig gebogenes Stück Draht. Der untere Y-Arm wird mit stabilem Klebeband oder Kabelbindern an der Stange fixiert, mit den beiden oberen Enden kann man den Cache aus seiner Halterung heben.

4. Walkie-Talkies

Es gibt Rätselcaches, die lassen sich nur im Team lösen – und auch nur dann, wenn die Helfer sich an unterschiedlichen Orten befinden. Klar, dafür könnte man das Handy nutzen. Wesentlich simpler und Outdoor-tauglicher sind jedoch Walkie-Talkies.

Die gibt es bei uns in Europa nur in einer Ausführung, dem sogenannten PMR-446 Standard – damit ist der Frequenzbereich gemeint, in dem diese Geräte arbeiten. Bei den hier verkauften Geräten sind 16 Kanäle vorprogrammiert. Du musst dich also nicht mit Frequenzen herumplagen. Die sind ohne Lizenz frei verwendbar, dürfen von jedem erworben und benutzt werden.

Tipp: Inoffiziell hat sich Kanal 2 in Europa als Geocaching-Kanal etabliert. Es kann aber in „Cache-reichen“ Gegenden durchaus sein, dass man sich auf diesem Kanal gegenseitig in die Quere kommt. Das gilt auch deshalb, weil viele andere PMR-Benutzer und -Anwendungen (etwa simple Babyphones) standardmäßig auf die unteren Kanäle eingestellt sind. Einige dich mit deinem Team deshalb auf ein oder besser zwei Ausweichkanäle aus den höheren Bereichen.

Der Vorteil gegenüber dem Handy? Schnellerer Gesprächsaufbau, unabhängig vom Handynetz – und weil selbst Walkie-Talkies von Markenherstellern nur 20, 30 Euro im Set kosten, macht es auch viel weniger aus, wenn mal eins beim Caching zu Bruch geht.

Hast du noch weitere Ausrüstungstipps, die Geocaching noch besser machen? Dann Teile sie doch in den Kommentaren unten!

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