Garmin Oregon 700 – erster Eindruck und LIVE Geocaching

Nach über drei Jahren gibt es jetzt einen Nachfolger für das Garmin Oregon 600 GPS Gerät. Die neue Oregon 700 Serie unterscheidet sich optisch kaum vom Vorgänger, aber im Inneren hat sich doch einiges getan.

Wenn man die Verpackung des neuen Oregon 700 öffnet, gibt es keine großen Überraschungen. Zum Lieferumfang gehört lediglich ein Karabiner-Clip, ein microUSB-Kabel und Benutzerhandbücher in diversen Sprachen. Bei den Modellen mit eingebauter Kamera, dem Oregon 750 und Oregon 750t, befindet sich noch zusätzlich ein 230V Adapter und das Garmin Akkupack im Karton.

Empfang und Sensoren

Die internen Antennen wurden beim Garmin Oregon 700 neu angeordnet und sorgen für einen noch besseren Empfang. Wie schon das Oregon 600, unterstützt auch das Oregon 700 sowohl GPS, als auch das russische GLONASS und sorgt somit für optimale Satellitenabdeckung.

Ein magnetischer 3-Achsen-Kompass, barometrischer Höhenmesser und Beschleunigungssensor füttern das System mit noch mehr Daten.

Display und Batterielaufzeit

Garmin Oregon 700 Navigation
Viele Smartphone-Benutzer werden sich jetzt wundern, aber das Display kommt mit einer Auflösung von 240×400 Pixel daher und wirkt somit im ersten Moment ein wenig altmodisch. In der Praxis reicht diese Auflösung jedoch völlig aus, um Karten und Daten problemlos darstellen zu können. Der größte Vorteil liegt darin, dass man durch die relativ geringe Auflösung das Display perfekt und ohne Hintergrundbeleuchtung bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen kann und als Bonus auch ordentlich Energie spart. Das wirkt sich auf die Batterielaufzeit aus und somit hält das Oregon 700 bei Benutzung bis zu 16 Stunden durch.
Wir sind übrigens auch sehr froh darüber, dass Garmin hier der guten alten AA-Batterie treu geblieben ist. Das Gehäuse muss dadurch zwar dicker bleiben, aber wer auch mal mehrere Tage in der Weltgeschichte umher reist weiß, dass man diese Batterien fast überall unterwegs nachkaufen kann.

Neue Funktion: W-LAN und Schnittstelle zu Geocaching.com

Eine absolute Neuheit ist die eingebaute W-LAN Schnittstelle. Damit wird das Laden von Geocaches endlich richtig komfortabel. Bisher mussten wir Caches manuell über USB auf das Gerät laden und schon vor jeder Tour genau wissen, welche Caches wir suchen wollen. Mit der eingebauten W-LAN Schnittstelle und der direkten Verbindung zu Geocaching.com, kann man sich Caches gemütlich am Sofa, oder im nächsten Cafe auf das Oregon 700 laden. Natürlich inkl. Beschreibung, Hints und Bildern.
Das Garmin Oregon 700 lässt sich auch ganz bequem mit dem Smartphone verbinden und bietet somit eine direkte LIVE-Schnittstelle zu Geocaching.com. Somit ist es möglich, sich die Caches in der aktuellen Umgebung direkt auf das Gerät zu laden. Auch das loggen ist nun direkt über das GPS möglich.

Notification – Oregon 700 und Smartphone

Ist das Garmin Oregon 700 mit dem Smartphone gekoppelt, kann es übrigens auch SMS- und WhatsApp-Nachrichten sowie eingehende Anrufe anzeigen. Die Funktion ist unterwegs recht praktisch, da man das Smartphone geschützt im Rucksack lassen kann und trotzdem nicht ganz von der Außenwelt abgeschnitten ist (falls man das will…).

Kartenmaterial

Garmin Oregon 700 Karte

Beim Garmin Oregon 700 ist eine grobe Basiskarten vorinstalliert, die für den alltäglichen Gebrauch aber nicht geeignet ist. Hier benötigt man noch einen passende Karte für den gewünschten Einsatzzweck. Wer als Wanderer, Geocacher Mountainbiker unterwegs ist, sollte sich die Topo Österreich bzw. Topo Deutschland näher ansehen und wer lieber auf der Straße und nicht im Gelände unterwegs ist, wird mit dem CityNavigator glücklich werden.
Das Modell Oregon 750t wird mit einer vorinstallierten OSM Karte geliefert, die durch Garmin noch modifiziert wurde. Diese Karte ist voll routinefähig und tatsächlich sehr brauchbar. Vor allem kann man sich auch regelmäßig Updates herunterladen. Wer sich den Aufpreis für das “t-Modell” sparen will, kann aber auch selbst eine passende OSM-Karte kostenlos herunterladen. Wie das geht, haben wir schon in einem anderen Beitrag geschrieben.

FazitGarmin Oregon 700 Geocaching

Das Oregon 700 sieht uns nach einem verbesserten Oregon 600 aus und wurde durch smarte Funktionen in das Jahr 2016 geholt. Durch die diversen Schnittstellen (WLAN und Bluetooth) hat es nun auch endlich einen direkten Draht zur Außenwelt und muss nicht als autarkes Gerät für jeden Einsatz vorbereitet werden. Für Geocacher ist das neue Garmin Oregon 700 auf alle Fälle eine Empfehlung wert, obwohl das Gerät mit dem Preis von rund 450 Euro in die Luxus-Kategorie fällt.
Wer das Gerät jedoch auch für seine MTB-Touren, für’s Laufen, am Berg und für die Navigation bei Städtetrips nutzt, für den kann sich die Anschaffung aber trotzdem lohnen.

Verfügbarkeit und Preise

Das Garmin Oregon 700 ist seit August 2016 schon teilweise verfügbar und kostet 449,00 Euro.

Garmin Oregon 700 – 449,00 Euro

Garmin Oregon 750t – 599,00 Euro

Aktueller Preis des Oregon 600: hier anzeigen

Garmin Oregon 700 Praxistest

Sobald wir unser Seriengerät in den Händen halten, werden wir es ausführlich in der Praxis testen und noch einen Testbericht mit tieferen Einblicken schreiben.